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Psychische Bewältigung der Systemkrise

Entzug von der Realitätsleugnung

Die Überschrift ist bewußt gewählt, weil sie schon das Entscheidende zusammenfaßt:

  1. Die Orientierung an der Art und Weise, wie die Mainstream-/Massen-Medien die Wirklichkeit präsentieren, führt zu Realitätsverlust durch einen hypnoseähnlichen Zustand von Einlullung, Schönfärberei und kompletter Verdrängung aller von den Fädenziehern des Systems unerwünschten Informationen und Fakten.
  2. Die Unterbrechung dieses Zustands wird als gewaltiger Schock erlebt (→ Film Matrix: blaue oder rote Pille; Weiterschlafen oder Aufwachen), der zuerst als qualitative Verschlechterung und damit auch als „unberechtigt“ und „schädlich“ empfunden wird.
  3. Es entsteht ein quälendes Hin- und Hergerissen-Sein zwischen beiden Realitätsebenen.
  4. Hinneigen zur aufklärerischen Sicht führt innerhalb der gegenwärtigen Verdrängungskultur außerdem auch zu einer sozialen Ausgrenzung (Probleme und Streitigkeiten mit Lebenspartnern, Kollegen, Freunden und Verwandten; generelle Isolation vom weit überwiegenden Teil der Mitmenschen).
  5. Dies führt bei schwachen, selbstzweiflerischen Menschen zu Identitätskrisen bis hin zu starken Ängsten und Psychosen.
  6. Wie bei jedem anderen Suchtentzug muß auch hier das Schwergewicht auf die Stärkung der Wahrheitsliebe, der positiven Lebenskraft, der Selbstwürde und des Vertrauens gelegt werden. Der Entzug ist gleichzeitig auch eine Wiederbelebung der inneren Zuversicht, Eigenständigkeit und der Fähigkeit, das eigene Leben aktiv zu gestalten.

Psychologie der Auseinandersetzung mit der Krise

Es handelt sich hier also um einen regelrechten Entwicklungsweg, um einen tiefgreifenden Umwandlungs- und Reinigungsprozeß, der vielerlei Konsequenzen mit sich bringt.

Grundsätzlich ist es zuallererst wichtig, die Wahrheit herauszufinden. Es handelt sich hier nicht etwa, wie oft gemeint wird, nur um unterschiedliche „Meinungen“ oder „Interpretationsweisen“. Wer sich auf dieser Ebene bewegt, glaubt mal der einen, mal der anderen Seite. (Man kann das auch mit dem Anhängen an religiöse oder politische Grundüberzeugungen vergleichen.) Dadurch bleibt er immer unselbständig und somit beeinflußbar. Ein tiefer, nagender Zweifel ist bleibende Begleiterscheinung. Hierdurch wird ständig an Lebenskraft verloren.

Die Lösung besteht in einem besseren Verständnis der in den Mainstream-Medien zumeist ausgeklammerten (oder nur in vagen Andeutungen erwähnten) Zusammenhänge. Was ist Geld? Was ist gedecktes, was ungedecktes Geld? Ist Kredit Geld? Welche Rolle spielen die Banken? Was sind Zentralbanken? Was sind private Schulden? Was sind Staatsschulden bzw. Staatsanleihen? Können Staatsschulden noch zurückgezahlt werden? usw.


Surf-Tip:


Mit anderen Worten: Die hier empfohlene und angesprochene „Psychologie“ besteht eben nicht in einem bloß psychischen oder emotionalen Aufarbeiten, sondern in echter Aufklärung und Selbstaufklärung. (Also genau das, was Kant mit seiner berühmten Schrift über die Aufklärung gemeint hat: Sapere aude — Wage es, selbständig zu denken! 1)) Diese Aufklärung führt zu Wissen, und dieses führt wiederum zu innerer Stabilität und zu Selbstvertrauen.

Ja, das ist alles heute, in diesen Zeiten, recht selten und ungewöhnlich, man spricht auch über so etwas leider nicht mehr — aber es ist genau das, worauf es in den zu erwartenden Umbrüchen wieder viel mehr ankommen wird. Jeder einzelne steht hier vor seiner eigenen, ganz persönlichen Bewährungsprobe — und je mehr von uns sich ihr stellen, desto bessere Chancen haben wir alle, gut (und vielleicht sogar gestärkt) aus dem Schlamassel herauszukommen.

Wichtig ist es auch, zu durchschauen, wie Propagandamechanismen lanciert werden und wie sie wirken. Und ebenso ist es wichtig und notwendig, sich innerlich von den Versprechungen und Manövern der heutzutage maßgeblichen Politiker abzulösen, statt naiv darauf hereinzufallen, nur weil es im Fernsehen kommt oder in der Zeitung steht.

Umgang mit der aufbrechenden Empörung und Entrüstung

Ein charakteristischer Entwicklungsschritt bei der Entwicklung einer eigenständigen Sichtweise besteht im Aufbrechen einer großen Wut und Entrüstung. Man ist entsetzt, schockiert und beginnt nach Konsequenzen zu rufen. Dies ist zumeist auch der Punkt, wo man sich an die Mitmenschen wendet, hier aber umso mehr „aufläuft“ — was wiederum den inneren Tumult anheizt.

Die eigentliche Kunst, die jeder, der aus der Realitätsleugnung entrinnt, unbedingt lernen muß, besteht darin, nicht auf die eigene Negativität hereinzufallen, sondern trotzdem, trotz nüchterner Einsicht in die wahre Natur der Verhältnisse, liebevoll und positiv zu bleiben.

Es ist elementar, zu unterscheiden zwischen dem, was man ändern kann und dem, was man nicht ändern kann. Nur so läßt sich der eigene Seelenfrieden bewahren. Zuerst einmal: Die aufkommende Wut, Empörung und Entrüstung sind nicht falsch — sie sind vollstens berechtigt! Gleichzeitig sind sie dazu da, aktiv zu werden und das, was einem möglich ist, dann auch wirklich zu tun. Hierdurch wandelt sich die freigesetzte Energie, die einem womöglich, wenn man sie nicht richtig nutzt, schaden könnte, in etwas Sinnvolles um. Man kann sogar zufrieden, vertrauensvoll und stark dadurch werden.

Wem das gelingt, der wird zugleich auch ein glaubwürdiges Vorbild und ein Führer für andere, die vielleicht noch nicht so weit sind.

Lesetips

Beiträge zum Thema

Diesbezügliche Konversationen in Webforen


Gerd-Lothar Reschke 14.05.2010 22:36

1)
Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Immanuel Kant
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psychische_bewaeltigung_der_systemkrise.txt · Zuletzt geändert: 16.09.2011 12:11 von gerdlothar

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